Was gehört alles zur karibischen Küche? (Gewürze, Zutaten etc.)

In die karibische Küche fließen Vorlieben verschiedener Länder ein. In der 1500-jährigen Geschichte wurde die Region zunächst von Indianern, dann von Europäern und später von Engländern, Spaniern, Franzosen kochbananenund Niederländern besiedelt. Afrikanische Sklaven und indische Arbeitskräfte trugen ebenso zur Vielfalt der exotischen Küche bei. Einzelne Inseln, Küsten und das Festland spezialisierten sich wiederum auf verschiedene regionale Spezialitäten, die durch andere Gewürze oder Zutaten unterschieden werden, wenngleich das Grundrezept häufig ähnlich ist.

Die Armut spielt ebenfalls eine große Rolle bei der Auswahl der Zutaten, die Bewohner bedienen sich dessen, was die Region hergibt. So stehen Fisch und Obst in vielfältigster Art und Weise auf dem Speiseplan der Einheimischen. Armut bedeutet in diesem Falle nicht, dass es der karibischen Küche an Abwechslung mangelt.

Vor allem in den Touristenzentren entstand eine anspruchsvollere Küche, die von Einflüssen der internationalen Küche lebt, aber ihrerseits auch die weltweiten Gerichte beeinflusst. Andererseits findet sich auch Fastfood in den karibischen Ländern, wie zum Beispiel auf den Amerikanischen Jungferninseln, auf denen McDonald’s fast die traditionelle Küche zurückgedrängt hat.

Gewürze in der Karibischen Küche

Piment und Koriander wachsen unmittelbar in den Ländern der Karibik und werden demzufolge häufig genutzt. Auf Grenada sind Ingwer sowie Muskatnuss weit verbreitet. Auch Nelken und Zimt spielen als Gewürze eine besondere Rolle. Von großer Bedeutung sind verschiedene Chilisorten unterschiedlicher Schärfe.

Den indischen Einflüssen verdankt die karibische Küche diverse Currys sowie Chutneys und Relishes (Saucen mit Gemüse oder Früchten in süß-saurer oder scharfer Variante) als Beilage zu Reis. Häufig wird auch Knoblauch, grüner Pfeffer, Zwiebeln und Tomatenmark zum Würzen verwendet

Gewürzmischungen, Würzsauce:

Masala (Anis, Kumin, Koriander, Senf, Nelken, Kurkuma, Bockshornklee)
Garam Masala (Sesam, Lorbeer, Muskat, Zimt, schwarzer Pfeffer, Kumin, Fenchel, Kardamom, Koriander, Senf, Anis, Nelken, Koriander)
Sofrito (Sauce) aus Kräutern, Olivenöl, Pfeffer und aus rötlich-gelbem Oleandersamen (Annatto) als red sofrito mit Tomaten und/oder rotem Gemüsepaprika oder als green sofrito aus grünem Paprika.

Regionale Besonderheiten:

Puerto Rico: Zu Hauptgerichten gibt es entweder Sofrito oder Adobo/Goya (Kräuter- und Gewürzmischung, mit Gewürz versetztes Salz).karibische-gewuerze

Als Adobo werden Adobo Mojado (feuchte Marinade) aus Olivenöl, Salz, getrocknetem Oregano, schwarzem Pfeffer, gehacktem Knoblauch, Essig/Zitrusfrucht und Adobo seco (trockene Gewürzmischung) bezeichnet. Letztere ist ein Mix aus pulverisiertem Knoblauch und Zwiebel, schwarzem Pfeffer, Salz obst-karibiksowie trockenem Oregano. Manchmal werden die getrockneten Zitrusfrucht-Schalen beigefügt. Vorteile dieser Mischung sind die leichtere Herstellung und längere Haltbarkeit.

Kuba: Hier bezeichnet Adobo eine Marinade mit Orangen- und Limettensaft für Fleisch. Besteht die Würzsauce hingegen aus Bitterorangen, so wird sie als mojo bezeichnet.

Französischer Einfluss: Sauce chien zu Fisch, Geflügel und Meeresfrüchten. Diese besteht größtenteils aus Gemüse und ist ziemlich scharf. Bildet Essig die Basis, dann heißt die scharfe Sauce picklese.

Als Fire Oil wird scharfes Olivenöl im gesamten Südsee-Raum angeboten. Es besteht aus in Öl eingelegten Chilischoten.

Neben auch in Europa bekannten Nahrungsmitteln, wie Hülsenfrüchte, Reis, Kartoffeln und fast allen Tieren finden sich in der Karibik einheimische Wildtiere (z. B. Leguan). An Beilagen finden sich Yams und Maniok, Süßkartoffeln, Kochbananen und Okra (Gemüse)
Karibik-typische Getränke werden mit Rum angesetzt, in den Gerichten finden sich Zucker und Zuckersirup (Melasse) sowie ausgepresster Zuckerrohrsaft. Mamajuana wird auf Haiti und in der Dominikanischen Republik hergestellt, ein alkoholisches Getränk aus Honig, Rum, Hölzern und Kräutern.
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